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  • Sabrina & Tom

#25 Hanoi isch des schee! Besuch von Katrin und Jan.

Einen Tag mussten wir uns noch gedulden, bis wir die beiden vom Flughafen abholen konnten. Wir haben die zukünftige WG der Reisetruppe Vietnam in der Altstadt schon einmal bezogen und den den ersten Tag ordentlich genutzt, um bei einem Spaziergang erste Eindrücke zu sammeln. Wir haben uns auf die Suche nach Streetart gemacht und sind fündig geworden, nur das Gesicht eines Mädchens, das wir unbedingt finden wollten, blieb auch nach stundenlangem Fußmarsch verborgen.

Ein Teil der berühmten Trainstreet war um die Ecke der Unterkunft, daher haben wir auf dem Rückweg einen Stop gemacht, um uns das Spektakel mal anzuschauen. Hier verläuft die Zugstrecke sehr sehr nahe an den Hausmauern entlang und es gibt diverse Kaffees und Bars neben und auf den Schienen. Kommt ein Zug, wird alles schnell weggeräumt und man steht mit dem Rücken an der Hausmauer, bis der Zug vorbei ist. Nach einem leckeren Essen ging's zurück in die Unterkunft, die eine Waschmaschine hatte, wo wir nach langer Zeit mal wieder unsere Wäsche selbst waschen konnten.


Am kommenden Tag haben wir Jan und Katrin vom Flughafen abgeholt und ab da begann das Abenteuer als Reisegruppe Vietnam. Unsere Eindrücke der zwei Tage in Hanoi haben wir mal versucht in Kapiteln zusammen zu fassen.


Das tägliche Leben

In Hanoi spielt sich, wie im Rest des Landes, das Leben hauptsächlich auf der Straße ab. In den Parks werden Sportübungen gemacht oder Brett- und Kartenspiele gespielt. Die Straßen sind voller Rollerfahrer und Händler mit Rädern, die ihre Waren verkaufen. Eine Erfahrung, die wir bereits von Anfang in Asien gemacht haben ist, dass die Menschen viel geselliger sind und weniger Raum für sich beanspruchen, bzw. viel weniger das Bedürfnis nach Privatsphäre haben, wie wir das kennen. Die Häuser sind meistens so gebaut, dass sich das Wohnzimmer im untersten Stock zur Straße hin befindet. Geschlossen wird es entweder mit einem großen Tor oder einfach mit ein paar Gittern. Meistens ist es aber offen, solange sich die Familie dort aufhält. Manchmal gehört zum Wohnzimmer noch ein kleiner Laden, von dem aus das nötigste wie Getränke, Snacks und Waschmittel verkauft werden. Meistens befindet sich ein recht großer Fernseher im Wohnzimmer und "Zimmerlautstärke" kennt man hier nicht. Das ist aber auch ganz praktisch, denn der Nachbar, der gegenüber wohnt und dessen Wohnzimmer genauso offen zur Straße hin gebaut ist, kann mit schauen und sogar mithören. Sollte dem Nachbar nicht gefallen, was er sieht und hört, macht er einfach seinen eignen Fernseher an und dreht lauter.


Das Essen

Zurecht zählt die Küche in Vietnam zu einer der besten der Welt. Dazu muss man in kein gehobenes Restaurant gehen, denn auch das passiert auf der Straße. Hier bekommt man die besten Suppen, Nudel- und Reisgerichte. Die exotischen Früchte kauft man direkt beim Fahrrad-Händler und nach ein bisschen Übung mit dem Handeln, klappt das auch zu sehr guten Preisen. Man wird es kaum glauben, aber sogar Sabrina (die Ananas die letzten Jahrzehnte nicht ausstehen konnte) fand sie lecker. Mangos, Litchis, Maracuja und Bananen fand sie trotzdem besser. Da Katrin und Jan ebenfalls begeistert vom exotischen Früchte-Angebot waren, ging es auch nicht lange bis wir uns durch alles durchprobiert haben, was Vietnam zu bieten hat. Nur die stinkende Durian haben wir weggelassen.

Zum Frühstück gab es ein leckeres Banh Mi, was "Brot" heißt. Es ist ein Baguette, das der Länge nach aufgeschnitten wird und mit allerhand unterschiedlicher Zutaten befüllt. Von der rein vietnamesischen Variante mit Würstchen aus Schweinefleisch oder Geflügel mit Karotten, Gurken und Kohl bis hin zur französischen Variante mit Pastete, Chilli und Mayonnaise gibt es das Banh Mi in den unterschiedlichsten Variationen. Besonders Tom wurde ein großer Fan und aß es wie die Vietnamesen entweder zum Frühstück oder als Snack zwischendurch. Hier die Banh Mi der Reisegruppe Vietnam im bekannten Banh Mi 25:


Die Kultur

Wir haben uns natürlich nicht nur kulinarisch durch die Stadt probiert, sondern auch kulturell. Bei einem längeren Spaziergang sind wir an der Lenin Statue, dem Notre Dame, dem Schildkrötenturm im Wasser, dem Fahnenturm und auf einige Entfernung auch am Ho-Chi-Minh Mausoleum vorbei gekommen.

Im Areal des Literaturtempels haben wir ein bisschen länger verweilt, denn es war sehr schön dort. Viele Bonsai Bäumchen zierten den Innenhof, die mit den kleinen Figuren wie eine Art Miniaturwelt aussahen. Auf dem Weg nach draußen konnten wir sogar einem Brautpaar beim Posieren für die Hochzeitsbilder zuschauen.

Die Tage in Hanoi waren vor allem kulturell sehr spannend für uns, aber es zog uns weiter ans Meer und die berühmte Ha Long Bucht. Warum das aber zunächst ein Reinfall war, dann aber doch großartig wurde, könnt ihr im nächsten Beitrag lesen.