• Sabrina

#32 Ich bleib in An Bang

Mir ging's gut, ich war am Strand... und allein die Vorstellung, meinen Rucksack wieder packen zu müssen, mich in den kommenden Tagen in Züge und Busse zu quetschen und unterwegs zu sein, löste keinerlei schönes Gefühl in mir aus. Außerdem ist es zwar wunderschön alle Erlebnisse mit Tom zu teilen aber nach gut 5 Monaten, die Tom und ich nun schon 24/7 aufeinander klebten, war es mal wieder Zeit für "Nur-das-tun-wonach-einem-der-Sinn-steht" und ein paar Tage ohne Kompromisse. Also bleib ich einfach, wo ich war. Viel passiert ist nicht. Ich war mit guten Büchern ausgestattet und genoss die Tage meistens von morgens bis abends am Strand und verließ die Strandliege nur, um mich im Wasser abzukühlen.

Der Strand war aber nicht mein einziges Highlight, keine Sorge. Dafür hätte ich keinen Blogartikel geschrieben. Nein, ich habe die Zeit auch genutzt, um mir in Hoi An ein Kleid schneidern zu lassen, nach Vorbild eines Kleides von einer Wiener Designerin, das ich wunderschön fand. Für das Schneiderhandwerk ist Hoi An mindestens genauso bekannt, wie für die Laternen. Damit war ich dann auch jeden Abend beschäftigt, denn ich musste mehrmals zur Anprobe vorbei schauen, damit auch alles perfekt passt. Und weil es so schön ist, maßgeschneiderte Sachen zu haben, hab ich mir auch gleich noch einen Bikini anfertigen lassen, denn der letzte zerfiel schon langsam in seine Bestandteile und rutschte beim kleinsten Sprung ins Wasser. Auf Bilder mit Kleid, müsst ihr euch noch ein paar Artikel gedulden, und Bikini Bilder wird's wahrscheinlich nie welche geben ;)


Dafür habe ich aber noch eine kleine Geschichte für euch, eine Beobachtung am Strand zum Sonnenuntergang. Wenn die Sonne sich langsam verzieht, kommen die Bewohner des Fischer-Dörfchens ans Meer. Die Jungs zum Fußballspielen und die Frauen zum Quatschen. Darunter war eine sehr alte Frau, die in einer gebückten Haltung schwerfällig über den Strand lief. Eine Weile lang stand sie vorm Meer und beobachtete das Treiben der Fischerboote, dann lief sie wackelig ein paar Schritte hinein. Plötzlich machte sie einen sehr eleganten Köpfer ins Wasser, tauchte unter und schwamm anschließend mit leichten Schwimmzügen. Es war wundervoll zu sehen, wie all die Last im Meer auf einmal von ihr abfiel.


Damit verabschiede ich mich aus meinen ruhigen Strandtagen und möchte noch ein bisschen Werbung für Toms Beiträge zu Ho-Chi Minh City und Phnom Penh machen, wo es ein bisschen spannender zuging.


Gleich vorneweg: natürlich haben wir uns wieder getroffen. In einem anderen Land, um genau zu sein – das kommt aber später.

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