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  • Sabrina & Tom

#57 Cape Tribulation: Wo der Regenwald auf das Great Barrier Reef trifft.

Der Daintree Nationalpark, in dem sich auch Cape Tribulation befindet, war im Grunde genommen das einzige Ziel, das wir uns für die 10-tägige Campervan-Tour vorgenommen hatten. Wir fuhren noch etwas in den Norden und setzten mit einer Fähre über. Leider mit einem Bus direkt vor der Nase und aussteigen durfte man nicht, daher hatten wir keine schöne Aussicht.

Danach erwarteten uns Serpentinen durch den Regenwald mit allerlei Schilder, die darauf hinwiesen, dass Cassowarries hier die Straße überqueren könnten. Von diesen im wahrsten Sinne des Wortes komischen Vögeln, hatte Tom bereits berichtet, denn er war vor gut 10 Jahren schon einmal in diesem Park gewesen. Nach ein paar Kilometer bogen wir um die Kurve und erreichten das Ende einer Schlange Autos, die alle mit Warnblinker auf der Straße standen. Und ja, da stand auf einmal in einiger Entfernung vorm ersten Auto ein Cassowarry mit seinen zwei kleinen Babies auf der Straße und schaute sich um. Leider zu weit weg, um ein gutes Bild machen zu können und leider auch die einzige Begegnung für unseren Aufenthalt im Nationalpark – aber wir haben gehört, dass wir in Papua Neuguinea nochmal eine Chance haben, welche zu sehen.

Nach einer Weile verschwanden die Tiere wieder im Wald und die Schlange löste sich auf und so kamen wir irgendwann auf unserem ersten Campingplatz an, mit Strom und Küche und einer warmen Dusche aber am allerwichtigsten: einem direkten Zugang zum Strand. War wirklich schön hier.

Am kommenden Morgen packten wir in aller Frühe unsere Sachen zusammen und fuhren noch ein paar Kilometer nördlicher, um zum Cape Tribulation zu kommen. Ein wundervoller, menschenleerer, weißer Strand erwartete uns, auf den wir auch von einer Plattform aus eine tolle Sicht hatten. Leider sahen wir keine Dugons, die man von hier wohl mit ganz viel Glück erspähen kann.

Wir hatten mit Cape Tribulation den für uns nördlichsten Punkt des Nationalparks erreicht, denn von dort aus ging es nur mit Allrad-Antrieb weiter, mit dem wir nicht ausgestattet waren. Für uns ging es wieder etwas südlicher und unterwegs machten wir Halt am „Dubuji Bordwalk“ und machten einen schönen Spaziergang durch den Regenwald.

Schließlich kamen wir am Campingplatz „Noah Beach“ an, den wir für die kommenden beiden Nächte gebucht hatten. Sehr rudimentär, mit nichts als einer öffentlichen Toilette, dafür aber mitten im Wald, schön ruhig und mit Zugang zu einem tollen Strand. Hier ließ es sich gut aushalten und wir genossen den Tag mit einem Spaziergang am Strand, widmeten uns ein paar weiteren Blogartikeln und kochten uns was zu essen – zwischendrin wurden wir nur von diversen Tieren unterbrochen, die uns besuchen kamen.

Auch nachts lagen wir länger wach und spähten mit der Taschenlampe nach draußen in die Baumwipfel, wo wir Opossums hörten, aber leider nicht sahen. Es kam auch ein Baumkänguru vorbei geflitzt, das war aber so schnell wieder weg, dass wir es nur in unserer Erinnerung festhalten konnten. Bei einem nächtlichen Spaziergang am Strand haben wir ein bisschen mit den Taschenlampen rum probiert und den wundervollen Sternenhimmel eingefangen.

So gingen zwei schöne Tage vorbei, in denen wir neben schöner Natur auch diverse Schilder gesehen haben:

Für uns war es Zeit, wieder aufzubrechen. Wir hatten gehofft, auf dem Weg zurück zur Fähre noch einmal den Cassowarry mit seinen Babys zu sehen, aber leider hatten wir auch dieses Mal kein Glück.

Wir setzten also mit der Fähre über und machten noch einen kurzen Abstecher ins Daintree Village, setzten uns ans Ufer, genossen die Aussicht etwas, gönnten uns danach einen Snack in einem kleinen Restaurant, luden unsere Laptops wieder auf und machten uns auf den Weg und die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Da wir von Cairns an der Küste entlang in den Norden gefahren sind, wollten wir auf dem Rückweg durch die Berge langsam wieder zurück fahren. Auf dem Weg kamen wir an einem schönen Plätzchen vorbei, wo campen leider mal wieder verboten war. Für eine kurze Erkundungstour war es auf jeden Fall herrlich.

Der Ort war wohl schon Teil des „Mossman Gorge National Parks“, den wir uns aber erst für den kommenden Tag vorgenommen hatten. Da die Straße etwas überflutet war und unser Mietvertrag mit dem Camper deutlich untersagte solche Straßen zu passieren, mussten wir wieder umkehren und uns erneut auf die Suche nach einer geeigneten Stelle zum übernachten machen. Wir fuhren und fuhren, immer höher und tiefer ins Gebirge hinein und da es langsam dunkel wurde, beschlossen wir, doch auf einen ausgeschriebenen Campingplatz zu fahren, wo wir uns noch was kochten und anschließend ins Bett fielen. Am kommenden Morgen ging es nach einer heißen Dusche und einem Kaffee also wieder ein Stückchen zurück, und in den Mossman Gorge National Park, wo Tom vor 10 Jahren auch schon einmal gewesen war und es in so guter Erinnerung hatte, dass er es Sabrina unbedingt zeigen wollte. Davon aber im nächsten Blogbeitrag mehr.